Affirmationen – so wirken sie wirklich


Jeder Gedanke erzeugt Energie und wird wirksam. Egal, ob wir ihn laut aussprechen oder ob er tief in unserem Innersten verborgen ist.

Innere Glaubenssätze, mit denen wir uns selbst abwerten, sind daher immer schädlich. Sie erzeugen Energie-Blockaden und im schlimmsten Fall Krankheiten. Und zwar unabhängig davon, ob uns diese Sätze bewusst sind oder nicht.

Um diese Blockaden aufzulösen, ist es wichtig, neue Sätze in unser Denken zu holen. Sätze mit heilsamer, bejahender Wirkung. Sie werden auch als Affirmationen bezeichnet.

Indem du diesen heilenden Sätze oft für dich wiederholst, kreierst du sozusagen dein eigenes gutes Karma. Deine Energie kommt wieder ins Fließen, deine Aura wird gestärkt. Du öffnest dein Herz für deine seelischen Bedürfnisse.

Affirmationen haben auch den großen Vorteil, dass sie deine Aufmerksamkeit ins Hier und Jetzt lenken. Das allein führt meist schon dazu, dass du wieder mehr Energie hast.

Affirmationen – Die Anwendung

Es gibt viele Möglichkeiten, mit Affirmationen zu arbeiten.
Du kannst sie in eine Meditation einbauen oder sie zwischendurch wie ein Alltags-Mantra verwenden. Mit ein bisschen Übung lassen sich durch Affirmationen auch ganz konkrete stressige Situationen entschärfen (weiter unten findest du mehr dazu).

Hier ein Vorschlag für eine meditative Übung:
Such dir einen ruhigen Ort, an dem du dich wohl und sicher fühlst. Du solltest auch ungestört sein.
Nimm eine bequeme Haltung ein und lass deinen Atem fließen. Du kannst dich natürlich auch hinlegen, wenn du möchtest.
Atme mit einem kleinen Seufzen tief aus und genieße das Einatmen.
Entspanne deinen Kieferbereich.
Entspanne deine Schultern.
Entspanne deinen Geist.
Überlege, womit du dich gerne selbst unter Druck setzt.
Oder was du dir von anderen für dich wünscht.
Alles, was wir gerne im Außen hätten, sollten wir uns in erster Linie selbst schenken.
Wenn du dir also von anderen mehr Verständnis oder Anerkennung wünscht, arbeite mit Sätzen, die deine Selbstliebe stärken.

Hier zwei schöne Beispiele:
Ich schenke mir selbst Aufmerksamkeit.
Ich nehme mich selbst – so, wie ich bin – liebevoll an.

Natürlich kannst du auch deinen eigenen Satz formulieren.
Wiederhole die Affirmation zehn oder zwanzig Mal, indem du sie leise aussprichst oder dir innerlich vorsagst. Schließ dann deine Augen und spüre der Wirkung nach. Versuche, diese Nachspür-Phase wirklich einzuhalten, denn nur so werden die Worte auch verinnerlicht. Zwei bis drei Minuten reichen schon.

Hier ein paar grundsätzliche Tipps für die Arbeit mit Affirmationen:


Weniger ist mehr

Es gibt unzählige Affirmationen, die du verwenden kannst. Ich würde dir allerdings empfehlen, nicht ständig zu wechseln. Wenn du einen Satz gefunden hast, der für dich gut funktioniert, arbeite eine Zeit lang damit. Zwei Wochen sind eine gute Zeitspanne.

Wenn es um die Formulierung geht, mach es dir bitte nicht zu kompliziert. Eine Affirmation muss kein literarisches Meisterwerk sein. Je klarer und einfacher, desto besser.
Der Satz sollte außerdem keine Verneinung enthalten und im Präsens verfasst sein.

Hier ein paar Beispiele:
Ich bin frei und sicher.
Ich liebe mich so, wie ich bin.
Das Leben unterstützt alle meine Pläne.
Ich vertraue meiner inneren Weisheit.
Ich tue immer mein Bestes.
Ich öffne mein Herz – für mich selbst und für alle Wesen.

Mach den Satz für dich passend

Wenn du einen Satz verwendest, ist es wichtig, dass du ihn nicht nur aufsagst, sondern auch wirklich daran glaubst.
Such dir also Sätze, mit denen du in Resonanz gehst. Du kannst jeden der oben angeführten Vorschläge so für dich abwandeln, dass er zu dir passt.

Um herauszufinden, ob der Satz stimmig ist, sprich ihn laut vor dich hin und achte darauf, was er in deinem Körper auslöst. Vertraue deiner Intuition. Sie weiß immer genau, was du im Moment brauchst.

Falls du das Gefühl hast, dass der Satz zwar stimmig ist, du aber große Selbstzweifel hast, verwende Worte wie „Ich stelle mir vor“ oder „ich möchte“.
Beispiele:
Ich stelle mir vor, dass ich frei und sicher bin.
Ich möchte mich genau so lieben, wie ich bin.

Wiederholung, Wiederholung

Egal, ob du deinen Satz aussprichst oder dir innerlich vorsagst –
es ist wichtig, ihn so oft wie möglich zu wiederholen. So machst du ein Mantra daraus und die Worte dringen mehr und mehr ins Unterbewusstsein.

Die Wiederholung bewirkt auch, dass die Energie in deinem Gehirn gleichmäßiger fließt. Dadurch beruhigt sich das Denken ganz von selbst.

Wie viele Wiederholungen sind nötig?
Hier gibt es keine festgeschriebenen Regeln. Grundsätzlich gilt: Je öfter, desto besser.
Aber du kannst mit einer überschaubaren Anzahl beginnen, etwa zwanzig bis dreißig Mal, und sie dann sukzessive erhöhen. Vielleicht kommst du auf fünfzig oder hundert Mal.

Du kannst die Wiederholungen auch über den Tag verteilen. Experimentiere ein bisschen damit.
Sei bitte nicht zu perfektionistisch! Affirmationen wirken besonders gut, wenn sie Spaß machen und sich stimmig anfühlen.

Spüre deinen Körper

Um die Wirksamkeit von Affirmationen zu erhöhen, ist es wichtig, sie im Körper zu fühlen. Das tut meist auch richtig gut.
Nimm dir also ein bisschen Zeit, dich zu entspannen, bevor du beginnst.

* Lockere deine Gelenke oder schüttel Arme und Beine aus.
* Entspanne deine Schultern und deine Gesichtsmuskeln.
* Nimm Kontakt mit deinem Atem auf.
* Atme zwei, drei Mal durch den Mund aus und lass den Atem sanft durch die Nase einströmen.
* Wenn du möchtest, leg die Hände auf deine Brust oder deinen Bauch.
* Beginne dann mit der Affirmation, sprich sie sanft und langsam und spüre, welche Wirkung die Worte auf deinen Körper haben. Welche Bereiche gehen besonders in Resonanz? Was verändert sich in deinem Energiefeld?

Mit ein bisschen Übung stellt sich der entspannte Zustand ganz von selbst ein. Es ist dann nicht mehr nötig, dass du vor jeder Affirmation eine Entspannungsphase einbaust. Dein Körper lernt, das von selbst zu tun, weil er heilsame Sätze ganz automatisch mit Entspannung verbindet. Das nennt man Verankerung.

Lass alles da sein

Je freier du an die Affirmation herangehst, desto besser. Versuche nicht, etwas besonderes zu bewirken oder dich auf besondere Weise zu fühlen. Es geht nicht darum, etwas „richtig“ zu machen. Lass einfach die Worte ihre Energie und ihren Rhythmus entfalten. Vertraue darauf, dass es funktioniert.

Es kann sein, dass dein Verstand sich immer wieder einschaltet und die Übung stören will. Das ist völlig ok. Nimm es einfach wahr und mach weiter mit deiner Affirmation.
Falls störende Geräusche auftauchen, kannst du sie einbauen, zum Beispiel:
Auch, wenn es gerade sehr laut ist, vertraue ich dem Universum.
Eine gute Übung in Sachen Selbstwirksamkeit : )

Affirmationen im Alltag verwenden

Wie schon erwähnt, hat jeder Gedanke ein Energiefeld, das wirksam wird.
Gerade bei gut eintrainierten Überzeugungen haben wir es nicht nur mit einem, sondern mit vielen Gedanken zu tun – es enstehen regelrechte Gedankencluster, die mit viel Energie aufgeladen sind.

Überlege einmal, um welche Cluster es sich bei dir handelt. Welcher stressige Gedanke zieht in der Regel bestimmte andere Gedanken nach sich? In welchen Situationen werden diese Gedanken fast automatisch abgespult, um dann wieder von vorne zu beginnen?
Versuche, dir vorzustellen, wie sich diese gedanklichen Cluster über dir sammeln und deine Energie blockieren. Je deutlicher du das vor dir siehst, desto größer wird deine Motivation sein, diese schädlichen Gedankenblöcke aufzulösen. Du wirst beginnen, immer öfter mit Affirmationen zu arbeiten.


Ein Beispiel: Jemand, der dir sehr wichtig ist, hat dir Vorwürfe gemacht. Du merkst, dass dich das Gespräch innerlich beschäftigt. Du hast Schuldgefühle und versuchst, dich vor dir selbst zu rechtfertigen. Vielleicht fühlst du dich auch ungerecht behandelt und wirfst dem anderen innerlich etwas vor.

Spätestens jetzt solltest du dich dabei stoppen. Mach dir bewusst, dass Gedanken einfach nur Gedanken sind. Dass sie auch im Moment überhaupt nichts lösen – im Gegenteil. Alles, worauf du deine Aufmerksamkeit lenkst, bekommt immer mehr Energie. Das Problem wird also immer größer und nicht kleiner.
Es ist wichtig, sich das vor Augen zu führen. Genauso, wie du nach dem Essen die Gabel weglegst, um eine Pause einzulegen, musst du STOPP zu deinem eigenen Verstand sagen. Die Pause, die dadurch entsteht, kannst du mit einer passenden Affirmation füllen, zum Beispiel:
Ich lasse die Vergangenheit los und sorge gut für mich selbst.


In Wahrheit ist es in so einer Situation gar nicht so wichtig, welchen Satz du verwendest. Hauptsache, du lenkst deine Aufmerksamkeit von deinem schädlichen Gedankencluster weg. Du wirst dich schon nach kurzer Zeit deutlich besser fühlen.
Ja, ich weiß, das ist nicht ganz einfach, aber Übung macht den Meister ; )


Ich wünsche dir viel Erfolg und viel Freude beim Üben!